Ski Alpin Liveticker

Bormio, Italien28. Dezember 2019, 11:30 Uhr
Abfahrt II der Herren
Gesamt Beendet
Pos.
Name
Gesamt
Differenz
1.
Dominik Paris
1:55.37
2.
Urs Kryenbühl
1:55.45
+ 0.08
3.
Beat Feuz
1:55.63
+ 0.26
4.
Aleksander Aamodt Kilde
1:56.10
+ 0.73
5.
Matthias Mayer
1:56.21
+ 0.84
6.
Niels Hintermann
1:56.25
+ 0.88
7.
Johan Clarey
1:56.46
+ 1.09
8.
Adrien Theaux
1:56.77
+ 1.40
9.
Maxence Muzaton
1:56.90
+ 1.53
10.
Vincent Kriechmayr
1:56.98
+ 1.61
11.
Ryan Cochran-Siegle
1:57.08
+ 1.71
12.
Benjamin Thomsen
1:57.09
+ 1.72
13.
Matthieu Bailet
1:57.17
+ 1.80
14.
Adrian Smiseth Sejersted
1:57.49
+ 2.12
15.
Felix Monsen
1:57.58
+ 2.21
16.
Otmar Striedinger
1:57.66
+ 2.29
17.
Christopher Neumayer
1:57.70
+ 2.33
18.
Nicolas Raffort
1:57.73
+ 2.36
19.
Steven Nyman
1:57.79
+ 2.42
20.
Mattia Casse
1:57.85
+ 2.48
21.
Josef Ferstl
1:57.87
+ 2.50
22.
Johannes Kröll
1:57.88
+ 2.51
23.
Jared Goldberg
1:57.92
+ 2.55
24.
Matteo Marsaglia
1:58.13
+ 2.76
25.
Nils Allegre
1:58.14
+ 2.77
26.
Andreas Sander
1:58.24
+ 2.87
27.
Dominik Schwaiger
1:58.25
+ 2.88
28.
Gilles Roulin
1:58.52
+ 3.15
29.
Emanuele Buzzi
1:58.53
+ 3.16
30.
Romed Baumann
1:58.64
+ 3.27
Letzte Aktualisierung: 18:17:09
Bis morgen
 
Für heute soll es das vom alpinen Ski-Weltcup in Bormio gewesen sein. Vielen Dank für das Interesse! Wir melden uns natürlich morgen wieder. Dann erwartet uns ab 11:00 Uhr eine Kombination. Bis dahin!
ÖSV
 
Stärkster Österreicher war wie gestern Matthias Mayer. Allerdings verpasste der Kärntner als Fünfter heute das Stockerl - um mehr als eine halbe Sekunde. Unter den besten 10 landete überdies Vincent Kriechmayr (10.). Punkte holten darüber hinaus Otmar Striedinger (16.), Christopher Neumayer (17.) und Johannes Kröll (22.).
DSV
 
Aus deutscher Sicht war der Ausfall von Thomas Dreßen nicht zu verkraften. Der aktuell beste DSV-Speedfahrer klagte über ein geschwollenes Knie. Und nach dem letztjährigen Kreuzbandriss wollte der 26-Jährige einerseits kein Risiko eingehen und andererseits auch nicht mit halber Kraft fahren. Daher verzichtete er auf den Start. Immerhin landeten die übrigen vier Deutschen unter den Top 30. Bester war Josef Ferstl als 21. Punkte fielen zudem für Andreas Sander (26.), Dominik Schwaiger (27.) und Romed Baumann (30.) ab.
Ziel
Fürchten muss Romed Baumann um den einen Weltcuppunkt nicht mehr, denn der letzte Athlet auf der Startliste, Wiley Maple, tritt nicht an. Damit ist der Wettkampf beendet.
Monsen
 
Soeben fährt der vorhin abgewunkene Felix Monsen mit Wut im Bauch. Die zusätzliche körperliche Belastung scheint dem Schweden nichts auszumachen. Der 25-Jährige zeigt eine grandiose Leistung, fängt sich nur etwas mehr als zwei Sekunden Rückstand ein und wird glänzender Fünfzehnter. Damit rutscht Peter Fill aus den Punkten. Gilles Roulin ist nun 28. Und Romed Baumann 30.
Swiss-Ski
 
Die übrigen Plätze auf dem Podium gehen an die Schweiz. Etwas überraschend fuhr Urs Kryenbühl erstmals in seiner Karriere in die Top 10 - und dann gleich auf den hervorragenden 2. Platz. Und dem 25-Jährigen fehlten letztlich nur acht Hundertstel zum ganz großen Wurf. Viel eher durften wir da schon Beat Feuz auf dem Podest erwarten. Der 32-Jährige war heute im Vergleich zu gestern näher am Sieger Paris dran, statt Zweiter wurde er aber lediglich Dritter.
Podium
 
Die übrigen Plätze auf dem Podium gehen an die Schweiz. Etwas überraschend fuhr Urs Kryenbühl erstmals in seiner Karriere in die Top 10 - und dann gleich auf den hervorragenden 2. Platz. Und dem 25-Jährigen fehlten letztlich nur acht Hundertstel zum ganz großen Wurf. Viel eher durften wir da schon Beat Feuz auf dem Podest erwarten. Der 32-Jährige war heute im Vergleich zu gestern näher am Sieger Paris dran, statt Zweiter wurde er aber heute lediglich Dritter.
Rogentin
 
Inzwischen läuft das Rennen wieder. Nach zahlreichen Ausfällen erreicht nun mal wieder ein Sportler das Ziel. Es handelt sich um den Schweizer Stefan Rogentin, der sich als 38. einsortiert. Als 30. würde momentan Peter Fill mit knapp dreieinhalb Sekunden Rückstand noch einen Weltcuppunkt abstauben.
Sieg für Paris
 
Noch verbleiben elf Athleten, die auf ihren Start warten. Die Bedingungen aber müssten sich schon erheblich ändern, wenn diese denn auf den vordersten Plätzen noch für Veränderungen sorgen sollten. Das erscheint schwer vorstellbar, daher dürfen wir den 18. Weltcupsieg von Dominik Paris als amtlich vermelden. Der Südtiroler setzt seine eindrucksvolle Serie fort, gewinnt auf der Pista Stelvio sein fünftes Speed-Rennen in Folge. Allein in der Abfahrt siegt der 30-Jährige in Bormio seit 2012 zum fünften Mal.
Unterbrechung
 
Wegen des Sturzes von Nils Mani wird das Rennen unterbrochen, der bereits gestartete Felix Monsen abgewunken. Der Schwede muss nun natürlich schnell wieder nach oben gebracht werden, der darf selbstverständlich noch einmal starten.
Mani
 
Weitere eidgenössische Husarenritte gibt es nicht. Eben übernahm Lars Rösti mit fünf Sekunden Rückstand die Rote Laterne. Danach schafft es nun Nils Mani gar nicht erst ins Ziel und scheidet aus.
Raffort
 
Und noch eine Spur mehr macht Nicolas Raffort aus den Bedingungen. Der Franzose kratzt tatsächlich an den Top 15, darf als Siebzehnter durchaus zufrieden sein. Damit sind inzwischen auch Kjetil Jansrud und Thomas Biesemeyer aus den Punkten gerutscht.
Goldberg
 
Noch schneller ist der nächste US-Amerikaner. Jared Goldberg fängt sich gerade gut zweieinhalb Sekunden Defizit ein, was mit dem 21. Platz belohnt wird. Nach wie vor also gibt die Piste noch etwas her.
Biesemeyer
 
Mit 3,7 Sekunden Rückstand befindet sich derzeit Carlo Janka auf dem Schleudersitz. Jetzt aber hat das Zittern des Schweizers ein Ende, denn Thomas Biesemeyer ist etwa eine Viertelsekunde schneller, belegt fortan Platz 29 und kegelt den Eidgenossen aus den Top 30.
Kröll
 
Das versucht nun auch Johannes Kröll, in etwa so hinzubekommen. Auf der schwierigen Pista Stelvio gibt der 28-Jährige alles und sortiert sich unten immerhin als 20. ein.
Neumayer
 
Besser läuft es für Christopher Neumayer. Der Salzburger zeigt eine sehr ordentliche Leistung, findet sich als guter Sechzehnter im Ziel ein.
Roulin
 
Während Ralph Weber kurzfristig auf den Start verzichtet, blicken wir gespannt auf dessen Landsmann Gilles Roulin. Schließlich haben die Schweizer hier bereits gewaltig aufhorchen lassen. Roulin bekommt das nicht so hin, muss für den Moment mit Rang 23 leben.
Casse
 
Mattia Casse fährt den letzten Streckenteil richtig stark, verliert da kaum noch etwas hinzu. So bleibt es bei zweieinhalb Sekunden Defizit. Und das bedeutet Platz 17.
Baumann
 
Bäume reißt anschließend auch Romed Baumann nicht aus. Beim 33-Jährigen geht auch heute der Knopf nicht auf. So fängt sich der gebürtige Tiroler mehr als drei Sekunden Defizit ein. Da wird er um die Weltcuppunkte noch zittern müssen.
Sander
 
Ganz so gut bekommt das Andreas Sander nicht hin. Bei stark verkürztem Startintervall gibt es von den Fahrten der Athleten nun nicht mehr so viel zu sehen. Der DSV-Athlet kommt als 20. im Ziel an.
Muzaton
 
Von Interesse ist nun noch Maxence Muzaton. Der Fünfte von gestern kommt auf der Pista Stelvio gut zurecht. Im Mittelteil stören Windböen. So vermag der Franzose die Leistung von gestern nicht ganz zu wiederholten. Dennoch bringt der 29-Jährige das sauber durch und wird guter Neunter.
Marsaglia
 
In den Regionen des Franzosen ist nun auch Matteo Marsaglia unterwegs - und zwar fast auf den Punkt. Letztlich ist der Italiener eine Hundertstel schneller und schiebt sich vor Allegre.
Allegre
 
Mit den Schweizern kommt Nils Allegre nicht mit. Die Linie passt da nicht. Im Ziel schiebt sich der Franzose als Siebzehnter genau zwischen die beiden Deutschen.
Hintermann
 
Offenbar beflügelt von der Leistung des Landsmannes Kryenbühl, legt Niels Hintermann los. Der Schweizer ist nah an der Bestzeit dran. Es bahnt sich eine weitere grandiose Fahrt an. Zwar sammeln sich dann noch insgesamt knapp neun Zehntel Rückstand an. Das aber bedeutet einen beachtlichen Platz 6.
Cochran-Siegle
 
Besser fährt im Anschluss Ryan Cochran-Siegle. Der US-Amerikaner schnuppert an den Top 10. Unter zwei Sekunden Rückstand sind heute aller Ehren wert. Das schafft der 27-Jährige, reiht sich als Neunter ein.
Danklmaier
 
Überraschungen also sind immer drin. Und die Piste sowie die Bedingungen lassen das auch zu. Davon vermag Daniel Danklmaier nicht zu profitieren. Der Steirer fängt sich fast vier Sekunden ein. Einzig Travis Ganong war heute noch langsamer.
Kryenbühl
 
Anschließend lässt Urs Kryenbühl aufhorchen. Der Eidgenosse ist voll bei der Musik dabei - und legt noch zu. Das ist ja nicht zu glauben, der 25-Jährige scheint endlos Kraft zu haben. Der bringt das tatsächlich bis nach unten. Welch famose Fahrt! De Mann kämpft um den Sieg! Acht Hundertstel fehlen am Ende - Rang 2!
Schwaiger
 
Ein gutes Ergebnis ist gewiss auch für Dominik Schwaiger drin. Anfangs ist der 28-Jährige in etwa auf dem Niveau von Buzzi unterwegs. Doch auch der Deutsche fährt dann weite Wege, lässt wertvolle Zeit liegen. Dennoch begrenzt Schwaiger den Rückstand auf unter drei Sekunden, sortiert sich an Position 14. ein - direkt hinter Josef Ferstl.
Buzzi
 
Dann beweist auch Emanuele Buzzi, dass die Piste sicherlich noch etwas hergibt. Nicht aber mit diesem Fehler. Im unteren Streckenteil verliert der Italiener noch massiv Zeit. Als Vierzehnter gelangt Buzzi ins Ziel.
Roger
 
Etwas mehr sollte doch noch drin sein auf der Stelvio. Brice Roger ist in der Tat erheblich zügiger unterwegs, bewegt sich durchaus in Reichweite des Podiums. Doch dann sitzt der Franzose bei einem Rechtsschwung zu weit nach hinten ab und vermag die Schläge nicht mehr auszugleichen. Roger kommt zu Fall, weiß seine Rutschpartie aber zu kontrollieren. So passiert nichts weiter. Das Aus bedeutet das trotzdem.
Fill
 
Peter Fill legt oben besser los. Der Italiener bemüht sich um eine saubere Linie, zeigt allerdings nicht den letzten Biss. Der 37-Jährige hat natürlich auch konditionell zu kämpfen. Und so werden das ebenfalls fast dreieinhalb Sekunden - in etwa wie bei den Konkurrenten zuletzt. Platz 14!
Janka
 
Auch Carlo Janka verliert schnell eine Sekunde - das ist ein gewaltiger Rückstand. Sollte der Wind jetzt doch Einfluss nehmen? Natürlich kann der Schweizer das nicht mehr aufholen, verliert noch deutlich hinzu. So ist mehr als Rang 15 nicht drin.
Jansrud
 
Nun haben wir einzig noch Kjetil Jansrud, mit dem grundsätzlich zu rechnen wäre. Doch der Norweger scheint nicht die Form zu haben. Bereits gestern lief es für ihn gar nicht. Und das wiederholt sich heute. Jansrud erlebt ein neuerliches Debakel. Dreieinhalb Sekunden Defizit - das ist eine Enttäuschung.
Ganong
 
Danach deutet sich frühzeitig an, dass Travis Ganong für ganz vorn kein Kandidat ist. Der US-Amerikaner wirkt eher als Passagier, hat die Piste nicht so im Griff. Immer wieder trägt es ihn ab. So bekommt Ganong eine richtige Packung aufgebrummt - fast vier Sekunden. Beim Blick auf diese Zeit ist der Mann bedient.
Mayer
 
Noch eine Spur mehr erwarten wir von Matthias Mayer. Der Dritte von gestern ist voll dabei. Der Olympiasieger von 2014 gibt richtig Gas. An der dritten Zeitnahme ist der Kärntner drei Zehntel vorn. Den Biss eines Dominik Paris zeigt Mayer danach aber nicht. Und dann scheinen ihm die Körner auszugehen. Völlig ausgepumpt kämpft er sich ins Ziel - und schrammt als Vierter am Stockerl vorbei.
Theaux
 
Mit diesem Niveau kommt Adrien Theaux zunächst nicht mit. Der Franzose wirkt nicht so aggressiv. So sammelt sich Zehntel um Zehntel an. Insgesamt gibt es dennoch ein gutes Ergebnis - auch wenn es fürs Podium nicht reicht. Theaux reiht sich sich als Fünfter ein.
Kilde
 
Dann steht Aleksander Aamodt Kilde bereit und sorgt für die Fortsetzung des Rennens. Der Vierte von gestern greift das Podium an. Eine Zehntel fehlt anfangs nur. An der Sturzstelle von Reichelt kommt der Norweger sauber durch. Und Kilde ist schnell unterwegs. Doch es passt nur bis zur dritten Zwischenzeit. Dann ist plötzlich eine halbe Sekunde weg. Noch aber sind die Top 3 drin. Und das schafft Kilde.
Vorläufer
 
Nun wird ein Vorläufer aus die Piste geschickt. In Kürze also dürfte es weiter gehen in Bormio.
Geduld
 
Inzwischen hängt Hannes Reichelt an der Seilwinde, wird hoch in den Hubschrauber gezogen, der danach davonfliegt. Alles Gute und baldige Genesung!
Bergung
Unterdessen bedarf Hannes Reichelt doch Unterstützung, um von der Unfallstelle wegzukommen. Die Helfer bereiten den Abtransport vor. Zugleich geht bereits ein Helikopter in die Luft. Die Fortsetzung des Rennens wird also noch etwas auf sich warten lassen.
Unterbrechung
 
Etwas mühsam befreit sich Hannes Reichelt aus der Streckenbegrenzung. Noch sitzt der Salzburger im Schnee. Erst jetzt erhebt er sich - setzt sich unmittelbar darauf aber wieder. So ganz ungeschoren ist Reichelt offenbar nicht davongekommen. Während sich der Athlet sammelt, beginnen die Arbeiten am Netz, das wieder gerichtet werden muss.
Reichelt
 
Siegerehren durfte Hannes Reichelt auf der Stelvio bereits genießen - im Jahr 2012 zeitgleich mit Paris. Dieses ganz hohe Niveau hat der 39-Jährige nicht mehr. Dann drückt es ihn bei einem Linksschwung nach hinten. Er vermag das nicht zu halten, kommt zu Sturz und landet im Fangnetz.
Feuz
 
Einzig Beat Feuz könnte Dominik Paris vielleicht noch gefährlich werden. Der Schweizer deutet das oben an. Die Zwischenzeiten passen. Viel fehlt da nicht. Die Geschwindigkeiten stimmen. Doch ganz reicht es nicht. Gut eine Viertelsekunde fehlt am Ende, was dennoch einen starken 2. Platz bedeutet, über den sich Feuz freut.
Striedinger
 
Sehr wohl also sollte das Stockerl als Ziel dienen. Otmar Striedinger ist in dieser Hinsicht ebenfalls gut unterwegs. Dann jedoch trägt es ihn etwas zu weit nach unten ab. So büßt der Kärntner zu viel Zeit ein. Die Fehlerquote steigt - und Striedinger bekommt mehr als zwei Sekunden mit.
Clarey
 
Auch wenn Dominik Paris außer Reichweite liegt, das Podium steht noch zur Debatte. Johan Clarey macht sich auf den Weg. Der Zweite von Beaver Creek gilt durchaus als Anwärter dafür. Der Franzose verliert vergleichsweise wenig. Zwar wirkt die Fahrt etwas zaghaft. Dabei aber unterlaufen ihm wenige Fehler. So rutscht der 38-Jährige tatsächlich als Zweiter ins Ziel - etwas mehr als eine Sekunde hinter Paris.
Sejersted
 
Es scheint schwer vorstellbar, dass Paris auch nur annähernd zu knacken ist. Vermutlich werden wir die folgenden Läufer an dessen Bestzeit gar nicht messen dürfen. Mehr als zwei Sekunden Rückstand von Adrian Smiseth Sejersted erscheinen gewaltig, aber das reicht immerhin für Platz 5.
Paris
Dann aber stürzt sich Dominik Paris in den Hang. Der Südtiroler zeigt, was auf der Pista Stelvio möglich ist. Der Sieger von gestern fährt die bisherige Konkurrenz in Grund und Boden. Paris wird immer schneller. In überragender Fahrt braust er auf seiner Lieblingsstrecke zu Tal, deklassiert die Gegner, gibt denen 1,6 Sekunden mit.
Ferstl
 
Ohne Dreßen müssen die Deutschen auf Josef Ferstl setzen. Der 30-Jährige jedoch weist aktuell nicht das Niveau von Teamkollegen auf. Mit den Besten kommt der Traunsteiner daher nicht mit. Ihm fehlen im Ziel knapp neun Zehntel.
Kriechmayr
Als erster Österreicher legt Vincent Kriechmayr los. Zunächst scheint der Oberösterreicher nicht die allerschnellste Linie zu finden. Viel aber fehlt zeitlich nicht. Und der 28-Jährige holt auf, setzt sich an die Spitze. Das knappe Polster transportiert Kriechmayr bis nach unten.
Thomsen
So geht es weiter mit Nordamerikanern. Und Benjamin Thomsen ist richtig schnell unterwegs, sorgt an den Messpunkten für die bislang eindeutig höchsten Geschwindigkeiten. Am Ende wird es eng. Thomsen rettet acht Hundertstel. Bestzeit!
Dreßen
 
Thomas Dreßen kann leider nicht starten. Das im vergangenen Jahr verletzte Knie bereitet ein wenig Probleme, ist geschwollen. Daher setzt der Deutsche heute sicherheitshalber aus.
Bailet
Matthieu Bailet bemüht sich anschließend um eine engere Linie. Zunächst scheint sich das auszuzahlen. Im Mittelteil hat der Franzose zu kämpfen, gibt dabei aber stets den Ski gut frei. Auf der eisigen Piste lässt sich Bailet von den Schlägen überhaupt nicht beirren, lässt es laufen und kommt mit gut sechs Zehnteln Vorsprung unten an.
Bennett
 
Nun geht es Bryce Bennett an. Der großgewachsene Landsmann von Nyman fährt von Beginn an hinterher. So ganz mag sich der 27-Jährige nicht überwinden. So kommt er nicht an die Geschwindigkeit des Teamkollegen heran. Und es sammelt sich mehr als eine Sekunde Rückstand an.
Nyman
 
So ist es nun an Steven Nyman, uns die komplette Strecke vorzustellen. An der Problemstelle von Franz holt der US-Amerikaner etwas aus. So funktioniert das. Natürlich erreicht die Sonne nicht die komplette Abfahrt, immer wieder wechseln Licht und Schatten. Das lange Rennen setzt Nyman zu. Mit Mühe kämpft sich der 37-Jährige ins Ziel.
Franz
Jetzt eröffnet Max Franz das Rennen. Der Kärntner stürzt sich in den Startschuss. Als es drehender wird, hat der 30-Jährige sehr viel Tempo drauf. Die Linie passt nicht. Bei einem Rechtsschwung treibt es ihn zu weit ab. Franz verfehlt das nächste Tor und scheidet aus.
Wetter
 
Freundlich präsentiert sich das Wetter im Norden Italiens. Die Sonne strahlt vom blauen Himmel. Bei vier Grad unter Null zeigt sich die Pista Stelvio bestens präpariert, knallhart und eisig, also bereit für die heutige Abfahrt.
Favoriten
 
Neben Beat Feuz gilt vor allem Dominik Paris als Top-Favorit. Mit seinem gestrigen Erfolg machte der Südtiroler seinen Bormio-Abfahrts-Hattrick perfekt. Nehmen wir den Super G vom vergangenen Jahr hinzu, ist der 30-Jährige auf der Pista Stelvio seit vier Speed-Rennen ungeschlagen. Feuz und Mayer, eventuell noch Kjetil Jansrud - wer soll sonst aufs Stockerl fahren? Letztgenannter Norweger fuhr gestern allerdings deutlich hinterher. Da kommt vielleicht eher noch Landsmann Alexander Aamodt Kilde in Frage, der als Vierter aber auch mehr als eine Sekunde Rückstand aufwies. Weitere Namen drängen sich nicht wirklich auf.
Swiss-Ski
 
Stattliche neun Athleten schicken die Schweizer ins Rennen. Und Beat Feuz (13), der Sieger von Beaver Creek, stand bei allen bisherigen Abfahrten des Winters auf dem Podium - so auch gestern als Zweiter. Auf Carlo Janka (20), Dritter in Lake Louise, müssen wir ebenfalls ein Auge haben. Den übrigen Eidgenossen um Urs Kryenbühl (25) und Niels Hintermann (28) ist der ganz große Wurf nicht zuzutrauen.
ÖSV
 
Gewohnt zahlreich stellen sich die Österreicher dem Wettkampf. Das Rennen eröffnen wird Max Franz (Startnummer 1). Noch in der ersten Startgruppe findet sich Vincent Kriechmayr (7), der Zweite von Beaver Creek. Nach Otmar Striedinger (12) und Hannes Reichelt (14), Sieger von 2012, folgt der formstarke Matthias Mayer (17). Der Olympiasieger von 2014 wurde gestern Dritter. Ferner wird der ÖSV vertreten durch Daniel Danklmaier (26), Christopher Neumayer (39) und Johannes Kröll (40).
DSV
 
Mit fünf Sportlern steht der Deutsche Skiverband am Start. Die größten Hoffnungen verbinden sich mit dem Namen Thomas Dreßen (Startnummer 5). Nach dem sensationellen Comeback nach langer Verletzungspause und dem Auftaktsieg in Lake Louise fuhr der 26-Jährige gestern als Neunter wiederholt in die Top 10. Mit der günstigen Startnummer 8 folgt kurz darauf Josef Ferstl. Darüber hinaus erwarten wir Dominik Schwaiger (24), Andreas Sander (32) und Romed Baumann (34).
Stelvio
 
Die Pista Stelvio zählt zu den spektakulärsten Abfahrten des Weltcup-Winters. Heute wird den Brett-Artisten über stattliche 3.270 Meter Wettkampfstrecke alles abverlangt. Vom Start auf 2.255 Metern Höhe weist die Kurssetzung von FIS-Renndirektor Hannes Trinkl, zweifacher Sieger in Bormio, mit 42 gesteckten Toren den Weg über 1.010 Höhenmeter hinunter ins Ziel. Bereits der Startschuss mit einer Neigung von 63 Prozent kostet immense Überwindung. Da wird äußerst zügig Tempo aufgenommen, was im weiteren Verlauf zu Geschwindigkeiten von mehr als 130 Stundenkilometern führt.
Bormio
 
Die ohnehin sehr kurze Weihnachtspause dauerte für die alpinen Ski-Herren gerade drei Tage. Bereits gestern mussten die Speed-Spezialisten in Bormio zur kurzfristig angesetzten ersten Abfahrt antreten, zum Ersatzrennen für den Ausfall von Gröden. Um die Belastungen ein wenig zu dosieren, wurde auf etwas verkürzter Strecke gefahren. Heute nun steht das volle Programm auf dem Plan.
Willkommen
 
Herzlich willkommen in Bormio zur Abfahrt der Herren.
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Pos.
Name
Zeit
Diff.
1.
Alexis Pinturault
2:41.96
2.
Filip Zubcic
2:42.41
0.45
3.
Henrik Kristoffersen
2:42.68
0.72
4.
Marco Odermatt
2:42.86
0.90
5.
Luca De Aliprandini
2:43.17
1.21
6.
Aleksander Aamodt Kilde
2:43.30
1.34
7.
Loic Meillard
2:43.56
1.60
8.
Stefan Luitz
2:43.63
1.67
9.
Mathieu Faivre
2:43.65
1.69
 
Leif Kristian Nestvold-Haugen
2:43.65
1.69
11.
Manuel Feller
2:43.66
1.70
12.
Tommy Ford
2:43.77
1.81
13.
Zan Kranjec
2:43.86
1.90
14.
Gino Caviezel
2:44.00
2.04
15.
Ryan Cochran-Siegle
2:44.05
2.09
16.
Alexander Schmid
2:44.19
2.23
 
Ted Ligety
2:44.19
2.23
18.
Roland Leitinger
2:44.46
2.50
19.
Matts Olsson
2:44.51
2.55
20.
Marco Schwarz
2:44.52
2.56
21.
Cyprien Sarrazin
2:44.57
2.61
22.
Trevor Philp
2:44.65
2.69
23.
Victor Muffat-Jeandet
2:44.69
2.73
24.
Erik Read
2:45.04
3.08
25.
Cedric Noger
2:45.22
3.26
26.
Giovanni Borsotti
2:45.34
3.38
27.
Marcus Monsen
2:45.75
3.79
28.
Remy Falgoux
2:45.97
4.01
29.
Daniele Sette
2:46.12
4.16
 
Riccardo Tonetti
DNF