Ski Alpin Liveticker

Crans-Montana, Schweiz23. Februar 2020, 10:30 Uhr
Kombination der Damen
Pos.
Name
Gesamt
Differenz
1.
Federica Brignone
1:56.24
2.
Franziska Gritsch
1:57.16
+ 0.92
3.
Ester Ledecka
1:58.06
+ 1.82
4.
Michelle Gisin
1:58.17
+ 1.93
5.
Wendy Holdener
1:58.73
+ 2.49
6.
Marusa Ferk
1:58.74
+ 2.50
7.
Roni Remme
1:59.01
+ 2.77
8.
Alice Merryweather
1:59.48
+ 3.24
9.
Rahel Kopp
2:00.26
+ 4.02
10.
Laura Pirovano
2:00.52
+ 4.28
11.
Nina Ortlieb
2:00.68
+ 4.44
12.
Priska Nufer
2:00.75
+ 4.51
13.
Jasmina Suter
2:00.76
+ 4.52
14.
Nevena Ignjatovic
2:01.00
+ 4.76
15.
Marie-Michele Gagnon
2:01.17
+ 4.93
16.
Tifany Roux
2:02.24
+ 6.00
17.
Ramona Siebenhofer
2:02.30
+ 6.06
18.
Laura Gauche
2:02.40
+ 6.16
19.
Breezy Johnson
2:03.48
+ 7.24
20.
Jennifer Piot
2:03.56
+ 7.32
21.
Lisa Grill
2:05.43
+ 9.19
22.
Elvedina Muzaferija
2:05.72
+ 9.48
23.
Macarena Simari Birkner
2:06.86
+ 10.62
 
Petra Vlhova
DNF
 
Elena Curtoni
DNF
 
Michaela Heider
DNF
 
Patrizia Dorsch
DNF
 
Romane Miradoli
DNF
 
Nadia Delago
DQ
 
Letzte Aktualisierung: 00:22:21
Ende
 
Damit beenden wir die Berichterstattung aus Crans-Montana. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und noch einen schönen Sonntag! Bis bald!
Swiss-Ski
 
Für die gastgebenden Schweizer erfüllten sich heute nicht alle Hoffnungen. Nach den grandiosen Abfahrtsergebnissen der letzten Tage schrammten Michelle Gisin und Wendy Holdener als Vierte und Fünfte knapp am Podium vorbei. Ersterer fehlten letztlich elf Hundertstel. Mannschaftlich aber schaute es erneut sehr gut aus, denn Rahel Kopp (9.) schaffte es ebenfalls unter die besten Zehn. Vervollständigt wurde das Resultat durch Priska Nufer (12.) und Jasmina Suter (13.).
DSV
 
Aus deutscher Sicht war der Wettkampf eine Enttäuschung. Ohnehin stellte sich lediglich eine DSV-Athletin dem Wettbewerb. Und Patrizia Dorsch schied im Slalom frühzeitig aus.
ÖSV
 
Als Zweite nutzte Franziska Gritsch die Schwächen einiger Konkurrentinnen, baute auf ihrem guten Super G auf und sicherte sich ihr zweites Weltcup-Podium vor der Tschechin Ester Ledecka. Nina Ortlieb, Dritte nach dem 1. Durchgang, fiel erwartungsgemäß zurück, wurde letztlich Elfte. Weltcuppunkte gab es überdies für Ramona Siebenhofer (17.) und Lisa Grill (21.).
Fazit
 
Letztlich behielt die Seriensiegerin in der Alpinen Kombination die Nase vorn. Federica Brignone profitierte insbesondere vom Ausfall von Petra Vlhova, nutzte darüber hinaus die gute Piste mit Startnummer 1 für eine solide Slalomfahrt. Die Italienerin gewann damit die vierte Weltcup-Kombination in Folge und triumphierte auch in Crans-Montana in der Kombi das vierte Jahr in Serie. Die kleine Kristallkugel in dieser Disziplin wird ihr angesichts von nun 75 Punkten Vorsprung bei noch einem Rennen kaum mehr zu nehmen sein.
Simari Birkner
Sabrina Simader verzichtet, somit ist Macarena Simari Birkner unsere letzte Starterin. Natürlich gestaltet sich der Rückstand der Argentinierin gewaltig. Mehr als zehn Sekunden Defizit bedeutet die Rote Laterne. Aufgrund der 8-Prozent-Regel weist die 35-Jährige vermutlich etwas zu viel Rückstand auf, die Fahrt auf Platz 23 wird eventuell gar nicht mit Weltcuppunkten belohnt.
Grill
 
Sonderlich viel besser kommt auch Lisa Grill nicht klar. Die junge Österreichern schafft es zumindest ins Ziel, nimmt als 21. bei diesem Rückstand geradeso Weltcuppunkte mit.
Muzaferija
 
Neben Alice McKennis verzichtet auch Mirjam Puchner auf einen Start. Danach quält sich Elvedina Muzaferija mit fast zehn Sekunden Rückstand ins Ziel, übernimmt dort die Rote Laterne.
Delago
 
Für die meisten Sportlerinnen gilt doch einzig, irgendwie ins Ziel zu gelangen. Und das bekommt Nadia Delago nicht hin. Die etwas eckige Kurssetzung kurz vor Schluss wird auch der Italienerin zum Verhängnis, die zu spät dran ist und die Sache nicht mehr geregelt bekommt.
Roux
 
Zäh läuft es dann bei der nächsten Läuferin. Dafür erreicht Tifany Roux das Ziel, sortiert sich dort auf Rang 16 ein, was eine stattliche Zahl an Weltcuppunkten bedeutet.
Miradoli
 
Deutlich besser kommt Romane Miradoli klar. Die Französin besitzt die Spritzigkeit, bekommt eine viel engere Linie hin. Da sind vielleicht die Top 10 drin. Doch kurz vor dem Ziel geht die Sache schief, da scheidet die 25-Jährige noch aus.
Gauche
 
Auch Laura Gauche stellt schnell unter Beweis, dass der Slalom nicht ihr Ding ist. Der Rückstand aus dem Super G betrug zweieinhalb Sekunden und wächst nun rasant an - auf ebenfalls mehr als sechs Sekunden.
Siebenhofer
 
Weite Wege fährt Ramona Siebenhofer. Offenbar möchte die Österreicherin nur ankommen. Dabei war sie in dieser Saison bereits Vierte. Heute setzt es eine Packung von sechs Sekunden.
Dorsch
 
Noch früher ist der Slalom für die einzige Deutsche beendet. Patrizia Dorsch gerät bei einem Linksschwung wegen eines Rutschers aus der Balance und verfehlt das nächste Tor.
Heider
 
Dann geht es Michaela Heider mit einem Defizit von etwa 2,3 Sekunden an. Doch die ÖSV-Athletin fädelt bei einem Rechtsschwung ein und muss die Segel frühzeitig streichen.
Ignjatovic
 
Ankommen heißt es jetzt für Nevena Ignjatovic. Dann gibt es Weltcuppunkte. Natürlich wagt die Serbin dabei nicht das letzte Risiko. Und die 29-Jährige ist am Ende als 14. nicht einmal Letzte.
Kopp
 
Bezeichnend ist, dass mit gut vier Sekunden Rückstand die Top 10 noch machbar sind. Genau dort landet jetzt Rahel Kopp, reiht sich als Neunte ein.
Johnson
 
Zwangläufig geht uns bei diesem Modus natürlich zügig die Spannung verloren. So wird nur noch um hintere Platzierungen gerungen. Und wirklich erstklassigen Sport bieten die Damen nicht. Der Slalom ist eben nicht das Steckenpferd der meisten Athletinnen. Das gilt auch für Breezy Johnson.
Piot
 
Längst ist das Podium gemacht. Ganz vorn wird sich nichts mehr tun. Jennifer Piot quält sich zu Tal, übernimmt im Ziel die Rote Laterne.
Gagnon
 
Da bereits zwei Läuferinnen ausgeschieden sind und Stuhec zurückgezogen hat, genügt bereits die Zielankunft für Weltcuppunkte - so sich denn der Rückstand in gewissen Grenzen hält. Etwas mehr als neun Sekunden darf das Defizit angesichts der Laufzeit von Brignone laut Reglement betragen. Marie-Michele Gagnon bewegt sich locker in dieser Zeitspanne, sortiert sich als 13. ein.
Nufer
 
Ähnlich sieht es Priska Nufer. Die schweizerischen Damen stecken vor heimischem Publikum natürlich nicht zurück. Nufer ist letztlich exakt eine Hundertstel schneller als Suter, die das Ende des Klassements bildet.
Suter
 
Jasmina Suter hingegen stellt sich der Herausforderung. Dabei lässt es sich nicht vermeiden, dass die Schweizerin viereinhalb Sekunden aufgebrummt bekommt.
Stuhec
 
Ilka Stuhec verzichtet gleich mal auf ihren Start im Slalom. Das ist einfach nicht ihr Ding.
Remme
 
Und das sind jetzt auch keine absoluten Technikerinnen, die da gerade fahren. Roni Remme zaubert kurz vor dem Ziel, hält sich gerade noch auf den Beinen und fährt auf Position 7.
Curtoni
 
Früh ist die Luft raus aus diesem Kombinationsslalom. Federica Brignone wird nicht mehr einzuholen sein. Elena Curtoni schafft das schon allein deshalb nicht, weil sie einfädelt.
Holdener
 
So bleibt eigentlich nur noch Wendy Holdener. Die Eidgenossin versucht alles. Lässt die Piste etwa schon nach? Auch die Kombinationsweltmeisterin holt keine Zeit auf, verliert vielmehr weiter auf Brignone. Als Fünfte bleibt Holdener unter den Erwartungen.
Ferk
 
Der mit etwa 40 Sekunden Laufzeit kurze Slalom bietet den Technikerinnen nur begrenzt Möglichkeiten, viel Zeit aufzuholen. Was kann Marusa Ferk daraus machen? Auch die Slowenin verliert noch Zeit hinzu. Das ist nicht die erwartete Fahrt. Über Rang 5 kommt Ferk nicht hinaus.
Gisin
 
Michelle Gisin baut gleich oben einen Fehler ein. So richtig in den Rhythmus findet die Engelbergerin nie. Eine Aufholjagd ist so nicht möglich. Nur Platz 4!
Pirovano
 
Für Laura Pirovano ist das auch eher ein Kampf, der mit mehr als vier Sekunden Rückstand zu Buche schlägt.
Merryweather
 
Als Speedfahrerin besitzt Alice Merryweather natürlich nicht sonderlich große Chancen. Die US-Amerikanerin kommt mit mehr als drei Sekunden Rückstand unten an.
Gritsch
 
Mehr ist von Franziska Gritsch zu erwarten. Die Tirolerin kann Slalom und geht mutig zu Werke. Brignone jedoch nimmt sie keine Zeit ab. Gut neun Zehntel fehlen am Ende. Rang 2 - reicht das eventuell fürs Stockerl?
Ledecka
 
Auch Ester Ledecka gilt wahrlich nicht als Slalom-Expertin. Zumindest kommt die Tschechin sauber durch, begrenzt das Defizit auf unter zwei Sekunden und dürfte es damit locker unter die Top 10 schaffen.
Ortlieb
 
Mit dem Aus von Vlhova eröffnen sich für andere Chancen. Nina Ortlieb aber hat mit dem Slalom schwer zu kämpfen. Das ist gar nicht ihr Ding. Immerhin kommt die ÖSV-Läuferin durch - allerdings mit mehr als vier Sekunden Rückstand.
Vlhova
 
Dann begibt sich Petra Vlhova auf die Verfolgung. Die Slowakin lässt es krachen, holt auf. Doch dann fädelt die 24-Jährige bei einem Rechtsschwung ein und scheidet aus.
Brignone
Es geht also gleich zu Beginn zur Sache. Die Schnellste des Super G eröffnet den Slalom. Federica Brignone windet sich durch die Tore. Die Kombi-Siegerin der letzten drei Jahre hier in Crans-Montana fährt technisch sauber, sucht nicht das letzte Risiko und setzt die erste Zeit.
Podium
 
Ferner müssen wir die Olympiasiegerin Michelle Gisin im Auge haben, der nicht einmal eine halbe Sekunde zum Podium fehlt. Noch etwas mehr müssen Marusa Ferk und Wendy Holdener aufholen. Doch die starken Slalomfahrerinnen sollten in jedem Fall zu einer Aufholjagd in der Lage sein. Außerhalb der aktuellen Top 10 sollte es schwierig sein, noch richtig weit nach vorn zu gelangen - vor allem weil in der Reihenfolge des Klassements gestartet wird. Die führende Brignone wird also zusätzlich von einer guten Piste profitieren.
Vlhova
 
Favoritin auf den Sieg ist Petra Vlhova. Die Slowakin fuhr einen starken Super G und verlor lediglich 58 Hundertstel auf die führende Federica Brignone. Das sollte die WM-Dritte im Slalom regeln können, doch natürlich gilt die Italienerin weiterhin als Podiumskandidatin. Fürs Stockerl kommt eventuell auch Franziska Gritsch in Frage, die dafür lediglich 15 Hundertstel auf ihre aktuell drittplatzierte ÖSV-Teamkollegein Nina Ortlieb aufholen müsste, die bei den kurzen Torabständen nicht so stark einzuschätzen ist.
2. Lauf
 
Willkommen zurück bei der Alpinen Kombination der Damen in Crans-Montana! Auf der Piste Mont Lachaux durfte sich Marco Viale als Kurssetzer des Slaloms betätigen. Der italienische Trainer in französischen Diensten hat insgesamt 46 Tore gesteckt, die den Weg vom Start auf 1.693 Metern über die 160 Höhenmeter hinunter ins Ziel weisen. Knapp 500 Meter ist dieser Slalom lang.
Bis später
 
Vor dem Slalom werden wir die Situation noch ein wenig genauer analysieren. Einstweilen lassen wir es für den Moment gut sein. Vielen Dank bis hierhin für das Interesse! Wir sind rechtzeitig wieder zur Stelle, bevor um 13:30 Uhr der 2. Durchgang dieser Kombination beginnt. Bis dann!
Fazit
 
Nicht ganz unerwartet, liegt bei Halbzeit der Alpinen Kombination von Crans-Montana Federica Brignone vorn. Die Italienerin erwischte die Schlüsselstelle mit Abstand am besten, fuhr aber letztlich vielleicht nicht genug Zeit heraus. Als Zweite lauert Petra Vlhova nur knapp sechs Zehntel dahinter. Und die Slowakin gilt als bestes Slalomfahrerin in diesem Feld. Als Dritte zeigte Nina Ortlieb erneut eine gute Leistung, wird diese Position aber vermutlich nicht halten können.
Johnson
Als letzte Starterin macht sich Breezy Johnson auf den Weg. Auch die 24-Jährige büßt schnell Zeit ein. Besser als ihre Landsfrau eben kommt sie im Anschluss zurecht, schafft es zumindest auf Platz 18.
McKennis
 
Gleich oben lässt Alice McKennis viel Zeit liegen. Den Mittelteil erwischt de US-Amerikanerin gut, verliert praktisch nichts hinzu. Das aber tut sie zum Ziel hin sehr wohl noch, was sie auf Rang 28 zurückwirft.
Piot
 
Ein deutlich höheres Niveau sollte nun Jennifer Piot mitbringen. Die Französin handelt sich exakt zwei Sekunden Rückstand ein, was für die Top 20 reicht.
Simader
 
Im Anschluss geht Sabrina Simader die anspruchsvolle Aufgabe an. Die Kenianerin geht natürlich an den schwierigen Stellen auf Nummer sicher und kommt somit auch ins Ziel - als 30.
Crawford
 
Bei einem Linksschwung bleibt Candace Crawford am Tor hängen. Es verdreht die Kanadierin völlig, sie scheidet aus.
Pirovano
 
Sehr stark ist im Anschluss Laura Pirovano unterwegs. Die 22-Jährige fährt die Italienerinnen-Linie. Das zahlt sich aus. Am Ende fehlt lediglich gut eine Sekunde. Pirovano freut sich über Platz 7.
Puchner
 
Mirjam Puchner rutscht viele Schwünge an. Diese vorsichtige Herangehensweise geht auf Kosten der Geschwindigkeit. Die jetzt etwas bessere Sicht hilft der ÖSV-Athleten auch nicht weiter. Fast dreieinhalb Sekunden gehen verloren.
Suter
 
Ein gutes Zwischenergebnis ist anschließend auch für Jasmina Suter drin. Als gute Speedfahrerin bewältigt die Eidgenossin diesen Lauf recht ordentlich. Bis zur letzten Zwischenzeit fehlt nur eine Sekunde. Dann jedoch kommen noch acht Zehntel hinzu.
Ferk
 
Etwas zaghaft geht Marusa Ferk zu Werke. die Slowenin fasst erst im Verlauf dieses Super G Mut, lässt den Ski besser laufen. So begrenzt die 31-Jährige den Rückstand auf unter anderthalb Sekunden und freut sich über Platz 8.
Gauche
 
Vom Niveau gibt es jetzt doch erhebliche Unterschiede. Deutlich konkurrenzfähiger erweist sich Laura Gauche. Die Französin schafft es unter die Top 20.
Simari Birkner
 
Macarena Simari Birkner windet sich mehr schlecht als recht durch diesen Super G. Die Argentinierin fängt sich mehr als sechs Sekunden Rückstand ein.
Merryweather
 
Erheblich besser ist dann Alice Merryweather unterwegs. Die US-Amerikanerin wird mit sehr beachtlichen Zwischenzeiten vermessen. Den sonst üblichen groben Patzer baut die 23-Jährige heute nicht ein und fährt auf Rang 6 nach vorn.
Grill
 
Dann geht Lisa Grill ihr zweites Weltcuprennen an. Die Ansprüche an die 19-Jährige sind natürlich enorm. Diesen scheint das ÖSV-Talent noch nicht gewachsen. An einem Schlag verdreht es sie völlig. So kommen mehr als sechs Sekunden Rückstand zusammen.
Delago
 
Engagiert kämpft sich Nadia Delago zu Tal, setzt den Ski mitunter zu hart. Im Ziel kommt die Italienerin als 20. an.
Heider
 
Weitaus besser schlägt sich Michaela Heider. Fehlerfrei kommt die ÖSV-Athletin nicht durch. Einmal hebt es sie an einem Schlag beinahe aus. Sie muss einen Bremsschwung einlegen. So sammeln sich doch noch mehr als zwei Sekunden Defizit an.
Pleshkova
 
Um die Bestzeit muss also nicht mehr gefürchtet werden. Das bestätigt auch Iulija Pleshkova, die sich ebenfalls recht weit hinten einsortiert.
Muzaferija
 
Weiter geht es mit Elvedina Muzaferija. Die Bosnierin gilt natürlich nicht als Top-Fahrerin. Immerhin bewältigt die 20-Jährige diesen Super G, fängt sich allerdings stattlichen Rückstand ein. Mehr als vier Sekunden bedeuten die Rote Laterne.
Gritsch
 
Richtig stark ist Franziska Gritsch unterwegs. Und die Tirolerin schiebt sich richtig nah an die Spitze heran. Letztlich bleiben doch acht Zehntel liegen. Für den Slalom jedoch erarbeitet sich die 22-Jährige eine sehr gute Ausgangsposition.
Gisin
 
Jetzt will es Michelle Gisin wissen. Die Olympiasiegerin fährt lange um die Bestzeit, ist an einigen Messpunkten sogar vorn. Dann sitzt die Engelbergerin bei dem Rechtsschwung sehr weit hinten, erwischt mit Mühe das nächste Tor. So geht noch eine Sekunde verloren.
Dorsch
 
Danach schiebt sich die einzige Deutsche in den Hang. Oben fährt Patrizia Dorsch ganz ordentlich, bewältigt die Schlüsselstelle nicht schlecht. Unmittelbar danach allerdings setzt es einen Schlag. Es hebt sie vollständig aus. Auf den Innenski rettet sich Dorsch, bleibt im Rennen und erreicht als Dreizehnte das Ziel.
Kopp
 
Weit weniger forsch ist Rahel Kopp unterwegs. Und obwohl sie vor der Schlüsselstelle in die Linie investiert, trägt es sie dennoch weit raus. So lässt sich natürlich keine Zeit mehr raus holen. Die Schweizerin muss sich mit Rang 11 begnügen.
Ortlieb
 
Mit viel Selbstvertrauen geht es Nina Ortlieb an. Die Dritte von gestern möchte sich auch heute beweisen. Doch wie bei fast allen Läuferinnen zuvor wird es an diesem Rechtsschwung eng. Dort muss sie die Kanten hart setzen. Trotz des Fehlers begrenzt die Österreicherin ihr Defizit auf 66 Hundertstel.
Ledecka
 
Nun will es Ester Ledecka wissen. Die Super-G-Olympiasiegerin ist auf Kurs Top 3 unterwegs. Doch dann hat die Tschechin Mühe, die Kurve zu bekommen. Dort ist Delago gerade ausgeschieden. Ledecka erwischt das Tor noch und kommt mit knapp acht Zehnteln Rückstand als Dritte unten an.
Delago
 
Viel zaghafter geht Nicol Delago zu Werke. Und zu allem Übel wird ihr der neuralgische Punkt zum Verhängnis. Dort ist bereits Landsfrau Bassino gescheitert. In gleicher Weise passiert das jetzt Delago.
Vlhova
 
Dann schauen wir auf Petra Vlhova, die einer Schienbeinprellung trotzt. Für die Slowakin geht es darum, sich eine günstige Ausgangsposition für den Slalom zu schaffen. Vlhova ist glänzend dabei, ist dann aber an zwei, drei Toren zu spät dran. Die 24-Jährige verliert aber lediglich knapp sechs Zehntel. Damit rutscht sie in die Favoritenrolle, das ist für sie locker aufzuholen.
Ignjatovic
 
Jetzt macht sich Nevena Ignjatovic auf den Weg. Für die Serbin ist eine solche Kombination immer eine glänzende Gelegenheit, ein paar Weltcuppunkte einzusammeln. Darauf wird die 29-Jährige als aktuell Achte weiter hoffen.
Miradoli
 
Wolken sind aufgezogen, was die Sicht etwas erschwert. Die letzte Überwindung bringt Romane Miradoli so nicht zustande. An der Schlüsselstelle passt zudem die Linie nicht. In der Summe bleiben so mehr als zweieinhalb Sekunden liegen.
Curtoni
 
Hinsichtlich der Linienwahl setzten die Italienerinnen die Maßstäbe. Aggressivität und Mut aber sind dennoch nötig. Und das bekommt Elena Curtoni nicht so hin. Für ihre führende Landsfrau reicht es daher nicht. Bei den anderen Konkurrentinnen ist die 29-Jährige aber dabei, reiht sich neun Hundertstel hinter Holdener als Dritte ein.
Bassino
 
Dann stößt sich Marta Bassino oben ab. Die Italienerin greift die Bestzeit an, ist oben sogar noch schneller als Brignone. Die Schlüsselstelle aber folgt noch. Dort wagt die 23-Jährige alles, es trägt sie bei dem langen Rechtsschwung zu weit raus, weil es einen Schlag setzt. Bassino verfehlt das nächste Tor.
Gagnon
 
Federica Brignone hat hier die Maßstäbe gesetzt. Wer soll diese Zeit noch knacken? Marie-Michele Gagnon wird das nicht tun. Die Kanadierin fängt sich zwei Sekunden Rückstand ein.
Holdener
 
Nun gilt es für Wendy Holdener, nicht zu viel auf Brignone zu verlieren. Die Schweizerin hat jüngst ja schon bewiesen, dass sie es auch im Super G drauf hat. So bewegt sich die Schweizerin innerhalb einer halben Sekunde zur Italienerin. Doch dann baut Holdener einen Fehler ein, der eine zusätzliche Sekunde kostet. So wächst der Rückstand mit Blick auf den Slalom doch etwas zu sehr an.
Roux
 
An der Welle dort oben müht sich auch Tifany Roux. Die Französin korrigiert da bei Weitem nicht so gut wie Brignone. Der Kampf setzt sich fort. Es gibt immer wieder Schwierigkeiten, die Position zu halten. Mitunter fährt sie weite Wege und fängt sich mehr als zweieinhalb Sekunden Rückstand ein.
Brignone
Eine der großen Favoritinnen schiebt sich in den Hang. Federica Brignone geht viel Risiko, erlebt eine Schrecksekunde am Sprung, ist aber schnell wieder in der Position und hat die Richtung. Die Italienerin bewältigt die Schlüsselstellen mit Abstand am besten. Brignone fährt ein unglaubliches Polster heraus - mehr als anderthalb Sekunden.
Nufer
 
Erstmals wird es etwas lauter im Zielraum, denn oben hat sich Priska Nufer auf den Weg gemacht. Bei wechselnden Lichtverhältnissen fängt sich die Eidgenossin Defizit ein. Weiter unten jedoch erwischt es Nufer besser und kommt noch auf knapp drei Zehntel an die Spitze heran.
Remme
Frühzeitig bleibt Roni Remme mit dem Arm an einem Tor hängen. Das ficht die Kanadierin überhaupt nicht an, die behält den Fuß auf dem Gas und fährt munter vorne weg. Doch dann ist die 24-Jährige zu spät dran. Der ganze schöne Vorsprung schmilzt zusammen. Letztlich bleiben doch drei kümmerliche Hundertstel übrig.
Stuhec
Viel besser findet Ilka Stuhec rein. Die Slowenin trifft die Linie viel genauer, holt kontinuierlich Zeit raus. Im letzten Streckenteil gibt es sicherlich noch Reserven. Dennoch reicht das für die klare Bestzeit.
Siebenhofer
Ramona Siebenhofer eröffnet den Super G der Alpinen Kombination von Crans-Montana. Anfangs geht es recht drehend zu, womit schwer Tempo aufzunehmen ist. Erst danach kann es die ÖSV-Athletin mal etwas laufen lassen. Dennoch scheut die 28-Jährige das letzte Risiko. Es muss sich zeigen, was diese Fahrt wert ist.
Wetter
 
Angenehme Bedingungen herrschen im Kanton Wallis. Die Temperaturen bewegen sich deutlich über dem Gefrierpunkt. Die Sonne scheint vom locker bewölkten Himmel. Und die Piste sollte sich wieder in hervorragendem Zustand befinden. So viele Fahrerinnen muss diese ja auch nicht über sich ergehen lassen.
Favoritinnen
 
Darüber hinaus ist insbesondere mit Federica Brignone zu rechnen, die die letzten drei Kombinationen auf Weltcup-Ebene für sich entschied - so 2018 und 2019 in Crans-Montana sowie in diesem Winter in Altenmarkt-Zauchensee. Ein Auge müssen wir sicherlich auf Marta Bassino haben - genau wie auf Petra Vlhova, der einiges zuzutrauen ist.
Swiss-Ski
 
Die Schweiz schickt die zweifache Weltmeisterin an den Start. Natürlich rechnet sich Wendy Holdener (Startnummer 7) auch heute etwas aus. Und die Eidgenossen haben zudem mit Michelle Gisin (19) die aktuelle Olympiasiegerin und Vizeweltmeisterin von 2015 in der Hinterhand. Ferner stehen Priska Nufer (4), Rahel Kopp (17) und Jasmina Suter (30) am Start.
ÖSV
 
Immerhin wollen sich dem Wettkampf sechs Österreicherinnen stellen. Ganz zuversichtlich wird Ramona Siebenhofer (Startnummer 1) das Rennen angehen, schließlich wurde sie in Altenmarkt-Zauchensee Vierte. Gespannt dürfen wir auf Nina Ortlieb (16) sein, die in der gestrigen Abfahrt ihr erstes Weltcup-Stockerl einfuhr. Darüber hinaus erwarten wir Franziska Gritsch (20), Michaela Heider (23), Lisa Grill (25) und Mirjam Puchner (31).
DSV
 
Sonderlich gefragt scheint diese Wettkampfform bei den Sportlern nicht zu sein. Und da auf die Kombination kein weiteres Rennen in Crans-Montana folgt, fällt auch die Variante weg, dass Athletinnen zumindest den ersten Teil zu Testzwecken mitfahren. So haben wir lediglich 37 Namen auf der Startliste stehen. Einzige DSV-Läuferin ist Patrizia Dorsch (Startnummer 18), die bereits ein FIS-Rennen und 2019 die deutschen Meisterschaften in der Kombination gewann.
Super G
 
Das komplette Geschehen wird sich auf der Piste Mont Lachaux abspielen. Beginnen wir also mit dem Super G. Dessen Start befindet sich auf 2.116 Metern. Von hier aus erstreckt sich eine 2.045 Meter lange Wettkampfstrecke, auf der sich Manuel Gamper als Kurssetzer betätigte. Der Schweizer Trainer in Diensten der Kanadier hat insgesamt 40 Tore gesteckt, die den Weg über die 571 Höhenmeter hinunter ins Ziel weisen.
Kombi
 
Zum Abschluss der Weltcup-Wochenendes in Crans-Montana ist Vielseitigkeit gefragt. Die Damen beschließen ihr Wettkampfprogramm mit einer Alpinen Kombination, bestehend aus einem Super G und einem Slalomdurchgang. Es handelt sich um die dritte von vier geplanten Kombinationen des Winters, wobei die erste in Val d'Isere kurz vor Weihnachten abgesagt wurde.
Willkommen
 
Herzlich willkommen in Crans-Montana zur Kombination der Damen.
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Pos.
Name
Zeit
Diff.
1.
Nina Ortlieb
1:11.72
2.
Federica Brignone
1:11.73
0.01
3.
Corinne Suter
1:11.79
0.07
4.
Petra Vlhova
1:12.11
0.39
5.
Marta Bassino
1:12.23
0.51
6.
Ester Ledecka
1:12.27
0.55
7.
Elena Curtoni
1:12.50
0.78
8.
Joana Hählen
1:12.54
0.82
9.
Wendy Holdener
1:12.67
0.95
10.
Lara Gut-Behrami
1:12.70
0.98
11.
Romane Miradoli
1:12.73
1.01
12.
Michelle Gisin
1:13.01
1.29
13.
Stephanie Venier
1:13.08
1.36
14.
Tina Weirather
1:13.23
1.51
15.
Francesca Marsaglia
1:13.27
1.55
16.
Jasmine Flury
1:13.45
1.73
17.
Laura Pirovano
1:13.48
1.76
18.
Priska Nufer
1:13.56
1.84
19.
Tessa Worley
1:13.57
1.85
20.
Nicole Schmidhofer
1:13.59
1.87
21.
Rosina Schneeberger
1:13.82
2.10
22.
Nadine Fest
1:13.85
2.13
23.
Ilka Stuhec
1:13.87
2.15
24.
Jennifer Piot
1:13.95
2.23
25.
Tamara Tippler
1:13.96
2.24
26.
Marusa Ferk
1:14.04
2.32
27.
Alice McKennis
1:14.10
2.38
28.
Michaela Heider
1:14.13
2.41
29.
Ramona Siebenhofer
1:14.15
2.43
30.
Breezy Johnson
1:14.25
2.53